Vergessen


Im Laufe der Jahre nach dem Prozeß wurden die betrieblichen Anlagen der Versuchsanlage und die Holzbaracken auf der südlichen Straßenseite abgebaut. Die Steinbaracken blieben als Wohnraum erhalten. Nach und nach kauften Privatpersonen die Häuser und bauten sie zu Eigenheimen um. Der Tagebau füllte sich mit Wasser und ist heute ein wertvolles Biotop am Rande des Truppenübungsplatzes. Ein Betonskelett mitten in einem Feld blieb erhalten. Das KZ geriet in Vergessenheit.

1965 kehrte Victor Malbecq, der neunzehnjährig in das KZ gekommen war, an seine Leidensstätte zurück. Er fragte in Schandelah nach dem Weg zum ehemaligen KZ. Ungläubig schauten ihn die Menschen an. Von einem KZ wußten sie nichts. Schließlich erhielt er den Hinweis, außerhalb des Dorfes habe es ein Ausländerlager gegeben.

Auf der Durchgangsstraße, die das Häftlingslager von den Firmengebäuden trennte: Uschi Schäfer, Till Ausmeier, Eugene Marion, Bürgermeister Börner, unbekannt, Gemeindedirektor Otto, Victor Malbecq, 1982.